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Was versteht man unter Periimplantitis?

Die Periimplantitis ist keine Erkrankung, die üblicherweise die Zähne befällt, sondern sie tritt bei Trägern von Implantaten auf. Dabei ist die Periimplantitis mit der Parodontitis vergleichbar, die bei natürlichen Zähnen auftritt. Auch hier liegt eine entzündliche Erkrankung zugrunde, die Schleimhaut und Knochen betreffen kann. Wird die Krankheit nicht behandelt, führt dies zum Implantatsverlust.

Was ist die Periimplantitis?

Implantatsträger sind auf einen gesunden Zahnhalteapparat angewiesen, damit die Implantate fest sitzen. Dabei geht es vor allem um den Knochen, in den das Implantat eingepflanzt wird. Bei der Periimplantitis geht eine Entzündung mit dem Abbau des Kieferknochens einher, was in insgesamt vier Klassen eingeteilt wird. Der Abbau kann horizontal, trichterförmig, spaltförmig oder schlüsselförmig erfolgen, je nach Art des Abbaus werden verschiedene Therapien nötig.
Die Beschwerden einer Periimplantitis sind vergleichbar mit denen einer Parodontitis. So tritt ein süßlicher Mundgeruch bedingt durch die Arbeit der Bakterien und deren Ausscheidung von giftigen Stoffwechselprodukten auf. Beim Zähneputzen können Schmerzen im Bereich des Implantats auftreten. Auch Zahnfleischbluten oder der Rückgang des Zahnfleischs ist möglich. Per Röntgenuntersuchung kann der Rückgang des Kieferknochens nachgewiesen werden. Die Implantate lockern sich oder gehen gar verloren.
Die Ursachen der Periimplantitis liegen in der Ablagerung von Zahnbelägen und der Arbeit von Bakterien, die sich in diesen Belägen einnisten. Die Schleimhaut über den Implantaten kann sich in der Folge entzünden und der Knochen wird angegriffen.

Wie wird die Periimplantitis behandelt?

Zuerst wird der Zahnarzt per Röntgenuntersuchung eine detaillierte Diagnose stellen und dabei herausfinden, wie weit die Infektion fortgeschritten ist. Desinfizierende Mundspüllösungen helfen, die Bakterien abzutöten. Außerdem muss das Implantat professionell gereinigt werden, was mit verschiedenen Instrumenten und Polierkelchen möglich ist. Der Patient wird eingehend zu einer umfassenden häuslichen Mundhygiene beraten.
Teilweise wird ein Lasergerät eingesetzt, welches die Oberfläche des Implantats reinigt. Erbium YAG-Laser oder CO2-Laser werden hier verwendet, denn sie arbeiten besonders an schwer zugänglichen Stellen hervorragend.
Liegt der Knochenverlust bereits vor, so muss chirurgisch vorgegangen werden. Knochentaschen werden mit Ersatzmaterial gefüllt, damit kann das Implantat wieder fest verankert werden. Zusätzlich wird die Entzündung bekämpft, was durch Antibiotika möglich ist. Diese werden oral verabreicht oder direkt in die betroffenen Stellen gegeben.
Wichtig: Es muss immer das restliche Gebiss mit behandelt werden, damit die Keime von der erkrankten Stelle nicht auf andere Gebissregionen übergreifen können. Gleichzeitig gilt es, die vorhandenen natürlichen Zähne zu schützen.
Stellt sich der gewünschte Behandlungserfolg nicht ein, kann eine Entnahme des Implantats die einzige Lösung sein. Nach Ausheilung der Krankheit wird das Implantat erneut eingepflanzt.

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